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L-Carnitin

Tatsächlich ein Fatburner?

Schlank sein – und das auf dem schnellsten und einfachsten Weg. Wer möchte das nicht? Immer wieder hört man, dass L-Carnitin die Fettverbrennung in Schwung bringen und dabei wahre Wunder vollbringen soll. Deshalb wollen wir uns einen kleinen Einblick in das Thema Carnitin verschaffen und natürlich die Frage klären, was man sich tatsächlich von Carnitin in Sachen Fettverbrennung versprechen darf. Kann man durch dessen Einsatz einfach auf das Training verzichten oder sollten wir unserem Fitnessclub trotzdem treu bleiben?

Was ist Carnitin eigentlich?
Bei Carnitin handelt es sich um eine völlig natürliche Verbindung aus den beiden Aminosäuren Methionin und Lysin. Sie spielt im Energiestoffwechsel eines jeden Lebewesens – egal, ob Mensch oder Tier – eine bedeutsame Rolle.

Körpereigenes Carnitin
Carnitin zählt zu den Verbindungen, die wir selbst in Organen wie der Leber, im Gehirn und in den Nieren herstellen können, sofern die Versorgung mit Methionin, Lysin sowie mit den Vitaminen C, B3, 6, 12, Folsäure und dem Spurenelement Eisen gewährleistet ist. Das durchschnittliche Aufkommen an Carnitin im Körper beträgt etwa 20 g. 98 % dieser Menge befindet sich in Skelett- und Herzmuskelzellen, wo Sie hauptsächlich in den Energiestoffwechsel involviert sind. Auch im Blut kursieren ständig etwa 40-60 μmol pro Liter, davon 70-85 % in freier Form, der Rest gebunden als Acylcarnitin. Als wasserlösliche Substanz scheiden wir Carnitin in einer Größenordnung von etwa 20 mg pro Tag wieder über die Nieren aus.

Aufnahme über die Nahrung
Wir alle nehmen Carnitin in seiner L-Form (L-Carnitin) als völlig normalen Bestandteil über die Nahrung zu uns. Hohe Mengen befinden sich in Fleisch und hier besonders in Wild, Schaffleisch, Ziegenfleisch oder Rindfleisch. Kleinere Mengen Carnitin befinden sich auch in Geflügel oder Milchprodukten. Die Aufnahme über eine normale Mischkost wird täglich mit etwa 100-300 mg angegeben. Der Gehalt an Carnitin in Lebensmitteln unterliegt einer hohen Schwankungsbreite.

Für Rindfleisch werden beispielsweise Werte von 45-143 mg pro 100 g angegeben. Als wahrscheinlich ist anzusehen, dass fettärmeres Fleisch höhere Mengen Carnitin liefert als Fleischteile mit hohem Fettgehalt. Die Absorptionsquote (% der Menge aufgenommenem L-Carnitin, die tatsächlich im Blut landet) wird mit 54-87 % angegeben. Pro 100 mg über die Nahrung aufgenommenem Carnitin „verwerten“ wir im Normalfall also zwischen 54 mg und 87 mg. Carnitin-Nahrungsergänzungen werden meist über Prozesse hergestellt, bei denen die Biosynthese nachgeahmt wird. Hierzu werden sog. „grammnegative“ Bakterien benötigt.

Welche Rolle spielt Carnitin im Energiestoffwechsel?
Die Rolle von Carnitin im Energiestoffwechsel ist von entscheidender Bedeutung. Nur gebunden an Carnitin bzw. genauer gesagt an das sog. „Carnitin-Acyltransferase- System“ können langkettige Fettsäuren in unseren Zellen die Barriere (Membran) in die Mitochondrien (Kraftwerke der Zelle) überwinden und so für die Energiebereitstellung verwendet werden.

Diese Eigenschaft ist nicht nur wichtig für unsere Muskelzellen, sondern auch für unser Gehirn, weshalb Carnitin wie bereits erwähnt auch dort hergestellt wird. Langkettige Fettsäuren sind die „gängige“ Fettsäureart, die täglich einen Großteil der aufgenommenen Fettsäuren ausmacht.

Ist Carnitin tatsächlich ein eigenständiger Fatburner?
Diese Frage muss man leider mit einem klaren NEIN beantworten. Dafür gibt es zwei maßgebliche Argumente: Nur weil man „mehr“ Carnitin als benötigt aufnimmt, bedeutet dies noch lange nicht, dass:
- mehr langkettige Fettsäuren in den Mitochondrien landen. Am Institut für Lebensmittelwissenschaft und Ökotrophologie in Hannover wurde festgestellt, dass der Carnitin gebundene Fettsäuretransport in die Mitochondrien bereits bei einer bedarfsdeckenden Versorgung mit Carnitin maximiert verläuft.
- mehr langkettige Fettsäuren in den Mitochondrien verbrannt werden. Damit die Mitochondrien tatsächlich Fettsäuren verbrennen, muss natürlich auch ein entsprechender Energiebedarf im Hintergrund vorliegen. Wieso sollte unser Körper mehr Energie produzieren, nur weil wir theoretisch in der Lage sind, mehr Energiesubstrat abzuliefern? Ohne erhöhten Bedarf wird auch keine zusätzliche Fettverbrennung stattfinden – Carnitin hin oder her.